Mauer 2016

AfD-Wähler werden nun geschützt

Mauerbau rund um Sachsen-Anhalt hat begonnen

(dfa) Mit dem Wahlsieg der Alternative für Deutschland (AfD), die mit 24,2 Prozent in Sachsen-Anhalt am 13. März ihr stärkstes Ergebnis bisher erzielte, ging ein eindeutiger Rechtsruck durch das dortige Bundesland.

Anscheinend führte der Politikverdruss bei den Wählern zur Protestwahl oder aber die Bürger dort zeigten, dass ihre Gesinnung sich ähnlich den Sachsen einem neuen Farbtrend zugewandt hat. Türkis (wie in den Grafiken der TV-Wahlbüros) scheint das neue Braun zu sein. Wie Sachsen hat auch Sachsen-Anhalt nachweislich zwar die wenigstens Flüchtlinge, aber mit die größten Ängste vor denselben.

Daher wurde noch in der Nacht zum 14. März begonnen, eine neue Mauer rund um Sachsen-Anhalt zu errichten. Sachsen könnte demnächst folgen.

Die Mauer 2016 soll zum Schutz der dortigen Bürger dienen. Die wenigen dort untergebrachten Flüchtlinge werden in andere Bundesländer verlegt.
Alle AfD-Wähler bekommen eine Plakette an die Jacke geheftet, die immer sichtbar zu tragen ist. Das bedeutet, sie stehen unter dem besonderen Schutz ihrer Partei und unter den Fittichen der Vorsitzenden Frauke Petry. Diese hatte sich selbstbewusst und mit dunkler, kurzhaariger Scheitelfrisur den TV-Moderatoren gestellt und gesagt, die Partei würde so weitermachen wie bisher.

Das wird die Bürger Sachsen-Anhalts freuen. Jeder Sechste ist dort arbeitslos. Mit der von der AfD propagierten Abschaffung des Mindestlohnes können auch hier wieder Arbeitsplätze geschaffen werden. Wer weiblich und noch im gebärfähigen Alter ist, kann an der Drei-Kind-Familie basteln. Mütter fallen auf dem Arbeitsmarkt auch nicht weiter an, da sie sich ja um die Familie kümmern müssen.

Eingeführt werden soll im AfD-Staat auch wieder das Leichtmetallgeld der ehemaligen DDR. So kann zukünftig ein Kaffee wie damals für 50 Pfennige getrunken werden.
Die ehemaligen Bundesbürger dort hatten sich eh beschwert, dass nur der Westen von Aufschwüngen profitiere und sie immer noch 25 Prozent weniger Gehalt bekämen als Arbeitende westlicher Bundesländer. Die Grenzöffnung der Wende habe sich für sie also nicht gelohnt.
So sind die Sachsen-Anhaltiner demnächst wieder unter sich. Einige sollen sich allerdings mit einem Mauersprung bereits in den noch freien Westen abgesetzt haben.

An zwei Punkten der Mauer werden wieder Grenzkontroll-Übergange eingerichtet, einmal im Westen, einmal im Osten. Mit strengen Personal- und Fahrzeugkontrollen ist demnächst zu rechnen. Hier werden gerade 5000 Arbeitsplätze für Kontrolleure ausgeschrieben.
Noch will man auf Seiten Sachsen-Anhalts darauf verzichten, einen Todesstreifen anzulegen. "Hier sind eh kaum noch junge Leute, die eine Flucht in den Westen wagen würden und schließlich wollen wir uns ja nur schützen, dass die fremdländischen Kulturen keinen Einzug in unser beschauliches Leben halten", so einige Bürger.

Die etablierten Parteien wollten zum Mauerbau noch kein Statement abgeben. Zu sehr sind sie noch geschockt von den Ergebnissen der AfD. Allerdings munkelt man, dass Baustoffhändler erhöhte Anfragen nach Beton aus Regierungskreisen erhalten haben sollen.

peb

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