Biertrinker

Gift im Bier

Bier ist Deutschland

(dfa) Glyphosat ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel. Es wird in der Landwirtschaft eingesetzt und jeder engagierte Hobbygärtner benutzt es.

5400 Tonnen werden jährlich auf unseren Äckern und in den Gärten ausgebracht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermutet ein Krebsrisiko und warnt vor dem Gebrauch. Nun ist es ja nicht so, dass so etwas in Deutschland unkommentiert bleiben kann. Wir haben dafür das Bundesinstitut für Risikobewertungen, das ist das Institut, das nach den Belastungen schaut und die Grenzwerte den Gegebenheiten anpasst. Es hat auch umgehend reagiert und festgestellt, dass nicht zwangsläufig ein Gesundheitsrisiko besteht. Möglicherweise reichert es sich nicht im Organismus an. Das scheint sich zu bestätigen. Schon 2015 wurde Glyphosat in der Muttermilch gefunden, in Konzentrationen, die 400-fach über den Grenzwerten für Trinkwasser liegen. Ein deutliches Indiz, dass zumindest der weibliche Körper das Glyphosat über die Muttermilch wieder ausscheidet. Glyphosat ist auch im Urin nachweisbar, im Jahr 2001 in 10% der Proben, 2015 waren es bereits 40%. Die Zahl der Urintrinker ist jedoch zu vernachlässigen. Ganz im Gegensatz zum Bier, hier wurden jetzt in 14 Biersorten Rückstände des Pestizids entdeckt. Das Reinheitsgebot ist bedroht, die älteste Lebensmittelgesetzgebung, es gibt sie seit 1516. Bier ist Deutschland, ein Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung, verkündet der Bund der deutschen Brauer.

In diesem Jahr läuft die Zulassung für Glyphosat in der EU aus. Voraussichtlich wird schon im März über eine erneute Zulassung entschieden, für weitere 10 Jahre.

Aber mal ganz ehrlich, wenn uns die Terroristen schon nicht vom Feiern abhalten können, wie soll so ein wenig Gift im Bier uns vom Saufen abhalten?

Der Bundeslandwirtschaftsminister findet das auch nicht schlimm, erst bei 1000l Bier/Tag würde es gefährlich werden. Er ist ganz schön schlau, hat immer bahnbrechende Ideen. Den Obstbauern wollte er auch mal helfen. Um die Folgen des Russlandembargos zu lindern, forderte er, dass die Deutschen fünf mal am Tag Obst essen sollten. Man könne damit schon morgens anfangen.

woc

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