Wattbaeume

Warum wachsen Bäume im Wattenmeer?

(dfa) Gerade bekam DER FARISÄER wieder einmal eine wichtige Frage zugeschickt. Artur G. aus Berlin ist mit seiner Freundin das erste Mal an der Nordsee und ist verblüfft von den Bäumen, die im Wattenmeer wachsen.

Er fragte bei uns nach, warum Bäume im Salzwasser wachsen können und wofür eigentlich?
Da das sicher etwas ist, was viele Urlauber interessiert, haben wir mal sämtliches Fachwissen dazu zusammengestellt.
Diese Bäume - eine Birkenart - sind das Leben an der Küste weitesgehend gewöhnt. Sie werden in Treibhäusern, die in unmittelbarer Küstennähe stehen, vorgezüchtet. Mit einer Mischung aus Miesmuschelkalk, Salzwasser und Queller-Essenz werden sie für das harte Leben im Wattenmeer vorbereitet. Wenn sie groß genug sind, werden die Bäume ausgepflanzt. Dafür gibt es eigens geschulte Landschaftsgärtner mit der Zusatzausbildung -Wattenmeergärtner, die unter anderem eine Taucherausbildung oder zumindest Schnorcheleignung haben.
Meist zur Herbstzeit oder im Frühling werden die Setzlinge ausgebracht. In der Regel versucht man dies zur Ebbezeit. Dann ist es für die Wattenmeergärtner leichter, sie im Boden zu befestigen. Die Luftzufuhr für die Wurzeln wird mithilfe schnorchelähnlicher Leitungen gewährleistet. In regelmäßigen Abständen müssen die Wattenmeergärtner den Algenbestand rund um den Stammansatz beseitigen und die Wurzeln auf Wattwurmbefall untersuchen. Auch Schnecken machen den Bäumen häufig zu schaffen. Meist sieht man das daran, dass die Krone kaum oder keine Blätter austreibt. Eingewanderte Meerestiere wie die Pazifische Auster haben dem Prickenbaum bislang noch nicht geschadet. Das könnte auf Dauer jedoch zu einem Problem werden, wenn sich diese weiterhin so vermehre, warnen Wissenschaftler. Aber wofür werden die Bäume nun eigentlich angepflanzt? Nun, das ist relativ leicht zu beantworten. Irgendwo müssen die Seehunde schließlich auch mal ihr Bein heben können.

peb

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